Blende und Brennweiten bei Autokameras/Dashcams

Autokamera Innenleben

In diesem Artikel möchte ich euch die Begriffe Blende, Sensor, Linse (Objektiv) und Brennweite einmal genauer erklären. Es handelt sich um einen rein technischen Artikel. Wenn ihr diesen gelesen habt, dann solltet ihr die Grundzüge verstehen, nach denen eine Autokamera und auch andere Kameras (nicht Spiegelreflex) funktionieren.

 

Blende

Autokamera Blende
Autokamera Blende

Blende von vorne
Kommen wir zuerst zur Blende. Die Blende ist ein Verschluss, welcher sich vor der Linse, vorne am Objektiv befindet. Links seht ihr eine schematische Darstellung einer Blende (Draufsicht). Je weiter sich diese Blende öffnen lässt, desto mehr Licht kann das Objektiv eindringen. Der Bereich der frei bzw. offen ist, ist grün und drumherum befinden sich die Blendenlamellen. Die Blende wird in der Regel mit dem Buchstaben F angegeben, also beispielsweise F2 oder F2.8. Je kleiner diese Zahl ist, umso weiter ist die Blende geöffnet.
Doch was ist jetzt der Vor- und der Nachteil einer kleinen Blendenzahl? Einen wirklichen Nachteil gibt es hier eigentlich nicht wirklich, jedoch einen Vorteil. Wenn wenig Licht zur Verfügung steht, dann ist es gut wenn wir eine möglichst kleine Blendenzahl zur Verfügung haben, da diese ja mehr Licht einlässt.
Das ist auch der Grund warum die meisten Autokameras Blenden im Bereich von F2 haben. So können dann auch noch nachts, mit Hilfe der Straßenbeleuchtung, brauchbare Aufnahmen gemacht werden.
 

Brennweite

Autokamera Brennweite
Verschiedene Brennweiten als Beispiel

Die Brennweite eines Objektivs legt fest, wie viel Bildfläche wir aufnehmen können. In der Grafik oben seht ihr dazu ein kleines Beispiel. Bei einer sehr kleinen Brennweite, von beispielsweise 10 mm, können wir eine sehr große Bildfläche aufnehmen. Je höher die Brennweite ist, desto kleiner wird der Bildausschnitt und umso näher können wir an ein Objekt heran (Teleobjektiv). Bei Autokameras werden meist Objektive mit einer geringen Brennweite, so genannte Weitwinkelobjektive, eingesetzt. Diese zeichnen nämlich möglichst viel Bildwinkel/Bildfläche auf. Eine so kleine Brennweite hat jedoch auch einen Nachteil und zwar wirken die Aufnahmen leicht verzerrt. Bei einer Autokamera ist dies nicht weiter schlimm, da es hier eigentlich nur darum geht möglichst viel Bildfläche aufzunehmen.

Zwei Beispielbilder für Weitwinkelaufnahmen mit einer Autokamera

Autokamera Weitwinkelaufnahme 1

Weitwinkelaufnahme 1

Weitwinkelaufnahme 2 mit der DVR-110

Info: Diese Aufnahmen wurden mit der Rollei DVR-110 gemacht. Den Test findet ihr hier: Rollei CarDVR-110

Sensor und Funktionsweise der Autokamera

Autokamera Funktionsweise

Wie entsteht ein Bild/Video
Da wir nun wissen was Blende und Brennweite sind, möchte ich euch nun kurz erklären wie das Videobild bei einer Autokamera zustande kommt. Dazu betrachten wir das Bild links. Die Lichtstrahlen kommen von vorne, werden durch die Blende durchgelassen, passieren dann die Linse und landen auf dem Sensor. Dieser Sensor wandelt das Licht dann letztendlich in ein Bild bzw. Video um. 
Meist handelt es sich bei diesen Sensoren um so genannte CCD-Sensoren oder CMOS Sensoren. Die Sensoren ermöglichen auch die kompakte Bauweise. 
Wer genaueres wissen will für den habe ich am Ende des Artikels einige Wikipedia Links angehängt, welche die Technik sehr detailliert erklären.
 

Weiterführende Informationen

http://de.wikipedia.org/wiki/Active_Pixel_Sensor

http://de.wikipedia.org/wiki/Charge-coupled_Device

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